Woher Kaufsignale kommen: über 18.000 Quellen in neun Kategorien

Elftausend neue Meldungen am Tag aus über 18.000 Quellen. Was davon taugt, was nicht, und die drei Quellen, die im deutschsprachigen Vertrieb kaum jemand nutzt.

Inhalt
  1. Vorstellung
  2. Der Bestand in Zahlen
  3. Die neun Kategorien
  4. Drei Quellen, die kaum jemand nutzt
  5. Öffentliche Ausschreibungen
  6. Handelsregisterbekanntmachungen
  7. Patentanmeldungen
  8. Die größte Quelle ist gerade erst dazugekommen
  9. Was die Abdeckung nicht kann
  10. Nächste Schritte
  11. Ziel

Vorstellung

Die meisten Sales-Tools arbeiten mit einer Datenbank: Firmen, Kontakte, Filter. Wir arbeiten mit Ereignissen. Der Unterschied ist, dass eine Datenbank beantwortet, wer zu dir passt, und ein Ereignis beantwortet, wer gerade einen Grund hat.

Dieser Artikel zeigt, woher diese Ereignisse kommen: über 18.000 regelmäßig abgefragte Seiten im deutschsprachigen Raum. Alle Zahlen sind Stand 18. September 2026.

Der Bestand in Zahlen

Menge
Quellen im deutschsprachigen Raumüber 18.000
Gemeldete Ereignisse seit Januar 20261.205.392
Neue Meldungen pro Tag (Schnitt der letzten 30 Tage)11.268

Über 18.000 Quellen heißt: jede einzelne Seite, die wir regelmäßig abfragen. Jede Stellenbörse, jedes Amtsblatt, jeder Feed, jeder Podcast, jede Übersichtsseite zählt einzeln.

Elftausend Meldungen am Tag klingt nach viel und ist es auch. Der überwiegende Teil davon ist für jeden einzelnen Kunden irrelevant. Genau deshalb steht zwischen der Meldung und der Nachricht ein Bewertungsschritt, der jede Meldung gegen das Angebot des Kunden prüft.

Die neun Kategorien

Wir sortieren die Quellen nach dem, was sie über ein Unternehmen verraten. Die Zahl dahinter ist die Menge der Meldungen, die seit Januar 2026 aus dieser Kategorie kam.

KategorieWas dahinterstecktMeldungen
Soziale NetzwerkeBeiträge von Entscheidern auf LinkedIn und Instagram472.334
Themen- und Websuchelaufende Recherche zu Stichworten des Kunden376.987
Firmen- und Marktrecherchegezielte Recherche zu einzelnen Unternehmen128.889
StellenmärkteArbeitsagentur, Kammer-Jobbörsen, Karriereseiten125.624
Fach- und WirtschaftsmedienFachtitel, Branchendienste, regionale Wirtschaftspresse58.272
UnternehmenskommunikationPressebereiche, Investor Relations, Geschäftsberichte13.484
Amtliche RegisterHandelsregister, Schweizer Handelsamtsblatt, Patentämter10.779
Audio und VideoBranchenpodcasts und Interviews mit Führungskräften5.632
Ausschreibungenöffentliche Vergaben über TED3.282

Die Kategorien sind sehr unterschiedlich groß, und das ist kein Versehen. Soziale Netzwerke liefern die meiste Menge, amtliche Register die wenigste. Nach Trefferquote kehrt sich das Verhältnis um: Aus einer Handelsregisterbekanntmachung wird deutlich häufiger ein Gespräch als aus einem LinkedIn-Beitrag.

Innerhalb der Kategorien stellen Podcasts die größte Gruppe an einzelnen Quellen. Das überrascht die meisten. Der Grund ist einfach: Eine Geschäftsführerin sagt in einem Branchenpodcast Dinge, die sie in keiner Pressemitteilung sagen würde. Wir werten das Transkript aus, nicht den Titel.

Gute von schlechten Signalquellen unterscheiden sich nicht durch die Menge, sondern dadurch, ob ein Mensch darin einen Anlass erkennt.

Drei Quellen, die kaum jemand nutzt

Aus unserer Sicht die drei unterschätztesten.

Öffentliche Ausschreibungen

Wer ausschreibt, hat Budget, einen Zeitplan und eine Entscheidung getroffen. Das ist das stärkste Kaufsignal, das es gibt, und es ist vollständig öffentlich. Wir lesen TED, die europäische Ausschreibungsdatenbank.

Der Haken: Wer die Ausschreibung liest, ist oft schon zu spät. Interessanter ist die Firma, die letztes Jahr ausgeschrieben hat und deren Vertrag jetzt ausläuft.

Handelsregisterbekanntmachungen

Geschäftsführerwechsel, Kapitalerhöhungen, Sitzverlegungen, neue Prokuren. Jede dieser Meldungen beschreibt eine Veränderung, die Folgen hat. Ein neuer Geschäftsführer trifft in den ersten sechs Monaten mehr Entscheidungen als in den drei Jahren danach.

Patentanmeldungen

Wir lesen beim Europäischen Patentamt nur veröffentlichte Anmeldungen, keine Erteilungen. Der Unterschied ist wichtig: Zwischen Anmeldung und Erteilung liegen drei bis fünf Jahre. Wer auf die Erteilung wartet, spricht über ein Projekt, das längst läuft.

Die größte Quelle ist gerade erst dazugekommen

LinkedIn-Beiträge sind mit 468.075 ausgewerteten Meldungen schon heute unser größter Quelltyp. Dahinter liegt ein Bestand, der deutlich größer ist:

Menge
Gesammelte LinkedIn-Beiträge1.350.299
Neue Beiträge in den letzten 30 Tagen355.726
Verschiedene Autorinnen und Autoren240.184

Über eine Million Beiträge von 240.184 Menschen, und jeden Monat kommen rund 300.000 dazu.

Was daran anders ist als bei allen übrigen Quellen: Ein Handelsregistereintrag sagt, was eine Firma getan hat. Ein LinkedIn-Beitrag sagt, was eine Person denkt. Wer über Fachkräftemangel schreibt, über eine Messe, über ein Projekt, das gerade schiefgeht, der liefert einen Anlass, den keine Datenbank führt.

Genau darauf setzt unsere Marketing-Suite auf, die wir gerade ausrollen: Beiträge im eigenen Netzwerk und im Zielmarkt werden bewertet, und aus einem passenden Beitrag entsteht entweder eine Reaktion oder direkt eine Ansprache, die sich auf genau diesen Beitrag bezieht.

Gute von schlechten Aufhängern unterscheiden sich daran, ob der Empfänger sie wiedererkennt. Eine Firmenmeldung erkennt er. Seinen eigenen Beitrag von vorletzter Woche erkennt er sofort.

Was die Abdeckung nicht kann

Wir decken den deutschsprachigen Raum ab. Das ist eine bewusste Entscheidung und zugleich eine Grenze: Für den US-Markt sind wir das falsche Werkzeug, dort gibt es Anbieter mit deutlich besserer Abdeckung.

Und nicht jede Branche ist gleich gut versorgt. Wo öffentlich wenig passiert, finden wir wenig. Ein Handwerksbetrieb mit zwölf Mitarbeitern taucht in keiner Ausschreibung und in keinem Patent auf.

Nächste Schritte

Wir erschließen gerade weitere Register und prüfen, welche Quellen tatsächlich zu Antworten führen und welche nur Volumen erzeugen. Die Ergebnisse veröffentlichen wir, sobald die Datenmenge trägt.

Ziel

Wir wollen für jede Branche im deutschsprachigen Raum mindestens eine Quelle haben, die verlässlich Anlässe liefert. Happy selling, Axel

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